Aktivitäten

Gerade auch bei der Planung der Aktivitäten am Urlaubsort sollte man den Grundgedanken des Ökotourismus nicht aus den Augen verlieren, denn sanfter Tourismus bedeutet vor allem, sich auch im Urlaub das eigene Verhalten, den Umgang mit der Natur und besonders die Konsequenzen, die daraus resultieren, bewusst zu machen. Wer sich also auf eine oder eine Mountainbike-Tour durch die wunderschöne Umgebung macht, der sollte darauf achten, auf den vorgeschriebenen Wegen zu bleiben und nicht, ohne es überhaupt zu merken, seltene Pflanzen zu zerstören oder Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erschrecken oder gar zu vertreiben. Gleiches gilt natürlich bei Wanderreisen und beim Tauchen: Ansehen ja, in den natürlichen Lauf eingreifen auf keinen Fall! Besonders bei Tauchreisen sollte man im Sinne des Naturschutzes bewusst darauf achten, eine Tauchbasis zu wählen, die umweltschonend geführt wird: Kleine Gruppen und gut ausgebildete Tauchführer, die stets darauf achten, dass die Unterwasserwelt weder durch unvorsichtige Taucher zerstört, noch durch eine zu große Anzahl an Tauchern und Tauchgängen belastet wird.

Ein anderer Punkt den Touristen auf ihren Reisen gern außer Acht lassen, ist der des Wasser- und Energieverbrauchs. Gerade in Ländern, in denen Wasser knapp ist, muss man nicht zweimal am Tag 30 Minuten duschen. Auch eine Tour mit dem Ruderboot kann genauso viel Spaß machen wie eine Fahrt mit den Jetski. Dass ein riesiger Golfplatz mit viel Grün mitten im trockensten Gebiet nur durch eine enorme Verschwendung von Wasser und Energie ermöglicht werden kann, liegt auf der Hand. Unterstützen Sie dies nicht, sondern fahren Sie, wenn es ein Golfurlaub sein soll, zum Golfspielen in eine Gegend die sich von Natur aus für einen Golfplatz eignet.Wenn sie wirklich nachhaltig reisen wollen, dann sollten Sie die Gelegenheit nutzen und bei Ausflügen die oftmals faszinierende Kultur Ihres Reiseziels kennenlernen.

Nachhaltiger Urlaub zeichnet sich dadurch aus, dass Reisende auch am Urlaubsort abwägen, welche Folgen ihre Aktivitäten für die Umwelt haben könnten. Überlegen Sie also vor der Buchung besonderer Ausflüge oder Events noch einmal, ob diese dem Leitbild der ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Verträglichkeit widersprechen könnte. Auf Sportarten, die nicht zu den Verhältnissen am Reiseort passen und viel Wasser und Energie verbrauchen, sollten Sie besser verzichten. Außerdem sollten Sie immer im Auge haben, ob Sie dort, wo Sie gerade sind, womöglich Tiere in ihrer freien Entfaltung stören. Touristen haben beispielsweise an Stränden, an denen Meeresschildkröten an Land gehen, nichts verloren. Nehmen Sie stattdessen an geführten Touren teil, auf denen Sie die Schönheit der Natur und die einheimische Kultur erleben können, ohne sie zu belasten. Die Umwelt wird ihnen ihre Entscheidung für eine Ökoreise danken.

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